Soforthilfe für die Menschen in Tigray
Laufendes Projekt des Hawelti e.V.
Soforthilfe für die Menschen in Tigray
Vorgesehen war, dass die Vorsitzenden des Vereins Ende 2020 für zweieinhalb Monate nach Äthiopien reisen, um die Projekte voran zu bringen.
Jedoch änderte sich am 03.11.2020 für uns als Hawelti e.V. fast alles.
Bis heute fast völlig unbeachtet der westlichen Welt begann an diesem Tag ein Krieg in Tigray! Dieser fand statt zwischen der äthiopischen Regierung und der Region Tigray.
Er dauerte bis zum November 2022 an. Seitdem gibt es ein Abkommen mit dem Ziel des Friedens – jedoch wurden mehrere wesentliche Vereinbarungen bis heute noch nicht umgesetzt. Das hat zur Folge, dass es auch weiterhin Kampfhandlungen gibt. Viele Menschen wurden in der eigenen Region vertrieben! Darunter sind auch sehr viele Kinder und Jugendliche. Sie verloren zum Teil Ihre Eltern oder wurden von Ihnen getrennt.
Der Hawelti e.V. hat sich in der gesamten Zeit ganz bewusst nicht an der Verbreitung von Informationen beteiligt, weil wir nur bestätigte Nachrichten kommunizieren wollten und wollen. Dazu gab es immer wieder Meldungen, von denen selbst wir hoffen, dass es „Fake-News“ sind. Hierzu gehören neben vielen anderen Gräueltaten vor allem die Berichte über den Einsatz chemischer Waffen.
Viele Menschen verloren durch diesen Krieg ihr Leben, viele Frauen und Mädchen wurden vergewaltigt, Ernten wurden vernichtet und Dörfer komplett ausgelöscht! In Aksum gab es im November 2020 ein Massaker, in dem 400 Menschen ihr Leben verloren.
Geschäfte, Fabriken und Krankenhäuser wurden geplündert und/oder vernichtet; Trinkwasserleitungen und Infrastruktur zerstört…
Viele Monate gab es kein Telefon, Internet und Mobilfunk – das hatte auch zur Folge, dass wir 1 ½ Jahre keinen Kontakt zu unseren Familien und Freunden hatten.
Durch die vernichteten Ernten wurden sehr schnell Lebensmittel knapp und auch Medikamente standen nicht ausreichend zur Verfügung.
Da auch Banken nicht arbeiteten, kamen die Menschen auch nicht an ihr Erspartes; Gehälter und Löhne wurden nicht gezahlt. Und wegen der Versorgungssituation stiegen die Preise für Lebensmittel ins unermessliche.
So war uns schnell klar, dass wir helfen wollen und starteten gezielte zusätzliche Spendenaktionen, um das Leid der Menschen vor Ort ein wenig zu lindern.
Wir konnten seit 2021 neben unseren regulären Projekten weitere 45.000,00 Euro sammeln. In dieser für uns sehr schwierigen Situation durften wir in Deutschland und Tigray viele großartige Menschen kennenlernen, die uns nicht persönlich kennen und uns dennoch helfen, dass unsere Hilfe ankommt.
Wichtig dabei: wir wollten dazu nicht die bereits für andere Projekte gesammelten Spendengelder einsetzen – das ist uns bis heute gelungen.
Im April 2023 reiste der freie Journalist und Buchautor Navid Kermani aus Köln nach Äthiopien und besuchte mehrere Orte in Tigray. Darunter auch Aksum. Seine Erlebnisse zeigen, dass auch weiterhin ganz viele massiv mangelernährte Babys im Krankenhaus liegen.
Und auch, wenn sich die Situation in Tigray weiter stabilisiert, gibt es eine große Armut; nicht zuletzt, weil noch immer rund 25.000 Binnenvertriebene in Aksum leben.
Wir wollen uns nun wieder verstärkt um unser Hauptprojekt kümmern; dennoch können und wollen wir nicht „Normal zur Tagesordnung“ übergehen.
So erhalten wir weiterhin Spenden mit dem Ziel der Soforthilfe; und auch mit einem Teil unserer Spenden wollen wir weiterhin den ärmsten und unschuldigsten helfen – vor allem den Kindern.
An dieser Stelle sagen wir allen DANKE, die uns (vor allem in Tigray) dabei helfen, zu helfen!
Gerade Menschen in Aksum, die unsere Spenden verteilten, waren einer großen Gefahr ausgesetzt; wir können nicht ansatzweise ausdrücken, wie dankbar wir für Eure Hilfe waren uns sind!!
Und auch, wenn wir die Unterstützung nun jährlich zusammengefasst haben: es gab sehr viele Spendenrunden seit 2021!
Soforthilfe im Jahr 2021:
9.000,00 Euro
Hiermit konnten wir…
- … dank unserer Helfenden in Aksum 3 Spendenrunden in den beiden Krankenhäusern (Referal-Hospital und im St. Mary – Hospital) durchführen.
Insgesamt erhielten 64 Babys mit massiver Mangelernährung und/oder zusätzlichen gesundheitlichen Problemen eine finanzielle Unterstützung - … einem Waisenhaus mit den Betreuungspersonal, vor allem aber den 24 Kindern, die ihre Eltern verloren zu Lebensmitteln verhelfen
- … 64 Familien (vor allem denen, die uns über die vielen Jahre unterstützt haben) mit einer kleinen finanziellen Hilfe zur Seite stehen
- … den Besüftigsten im Stadtteil Hawelti helfen
Soforthilfe im Jahr 2022:
12.000,00 Euro
Hiermit konnten wir…
- … dank unserer Helfenden in Aksum eine Spendenrunde in den beiden Krankenhäusern (Referal-Hospital und im St. Mary – Hospital) durchführen.
Insgesamt erhielten 36 Babys mit massiver Mangelernährung und/oder zusätzlichen gesundheitlichen Problemen eine finanzielle Unterstützung - … einem Waisenhaus mit den Betreuungspersonal, vor allem aber den 24 Kindern, die ihre Eltern verloren zu Lebensmitteln verhelfen
- … 161 Familien (vor allem denen, die uns über die vielen Jahre unterstützt haben) mit einer kleinen finanziellen Hilfe zur Seite stehen
- … 79 Kinder, die von Ihren Eltern getrennt wurden und nun allein sind, unterstützen
- … weiteren 18 Kindern helfen – sie sind unter 5 Jahre alt und verloren während des Massakers im November 2020 Mutter, Vater oder beide Elternteile
Neben den Unterschriftenlisten und Schreiben erhielten wir einen Film, der die Spendenübergabe dokumentiert.
Diesen finden Sie in unserem Youtube-Kanal unter dem Titel: Hawelti Spendenuebergabe Juli 2022
Ein weiterer Film zeigt eine weitere Spendenübergabe.
Diesen finden Sie in unserem Youtube-Kanal unter dem Titel: Hawelti Spendenübergabe Oktober 2022
Soforthilfe im Jahr 2023:
22.800,00 Euro (enthalten sind eine Privatspende von Navid Kermani in Höhe von 1.000,00 Euro, sowie eine Spende vom „Avicenna Kultur- und Hilfswerk e.V.“ in Höhe von 5.000,00 Euro und eine zusätzliche Spende von Soroptimist International, Club Ellwangen/Jagst in Höhe von 6.000,00 Euro)
Hiermit konnten wir…
- … dank unserer Helfenden in Aksum 6 Spendenrunde in den beiden Krankenhäusern (Referal-Hospital und im St. Mary – Hospital) durchführen.
Insgesamt erhielten 353 Babys mit massiver Mangelernährung und/oder zusätzlichen gesundheitlichen Problemen eine finanzielle Unterstützung - … 475 Kinder, die von Ihren Eltern getrennt wurden und nun allein sind, unterstützen
- … weiteren 18 Kindern helfen – sie sind unter 5 Jahre alt und verloren während des Massakers im November 2020 Mutter, Vater oder beide Elternteile
Soforthilfe im Jahr 2024:
3.660,00 Euro (davon wurden uns 660,00 Euro von Magda Tejwan-Bopp und ihrem Ehemann privat gespendet)
Hiermit konnten wir…
- … 34 Babys mit massiver Mangelernährung und/oder zusätzlichen gesundheitlichen Problemen finanziell unterstützen
- … den bis zu 570 bedürftigen Menschen ein „Weihnachtsessen“ mit Injera und (nach der Fastenzeit) einer Fleischsoße ermöglichen
- … den bis zu 570 bedürftigen Menschen vier weiteres Mahlzeiten ermöglichen
- … eine Spende an den Stadtteil Hawelti übergeben, um uns damit an eine Speisung für Bedürftige zu beteiligen
Wir haben mit Asefaw und weiteren Mitgliedern wundervolle Menschen an unerer Seite!!
Worüber wir uns zusätzlich sehr gefreut haben:
Die Speisung an die bis zu 570 Bedürftigen erfolgt jeden Tag durch die in Aksum ansässige „Hawelti Axum Association for Support and Care of Vulnerable People“.
Die Mitglieder arbeiten komplett ehrenamtlich und sind auf Spenden angewiesen.
Zu unserem „besonderen Weihnachtsessen“ entstand in Aksum ein Film; dieser kann hier angesehen werden.
Soforthilfe im Jahr 2025:
6.500,00 Euro
Hiermit konnten wir…
- … dank unserer Mitglieder in Aksum 7 Spendenrunden in den beiden Krankenhäusern (Referal-Hospital und im St. Mary – Hospital) durchführen.
Insgesamt erhielten 337 Babys mit massiver Mangelernährung und/oder zusätzlichen gesundheitlichen Problemen eine finanzielle Unterstützung - … uns an 13 Essen für die bis zu 570 bedürftige Menschen beteiligen
- … für weitere 50 Tage Reis kaufen
- … eine Spende an den Stadtteil Hawelti übergeben, um uns damit an eine Speisung für Bedürftige zu beteiligen
Soforthilfe im Jahr 2026 (Stand 15.02.2026):
1.150,00 Euro (davon wurden uns 660,00 Euro von Magda Tejwan-Bopp und ihrem Ehemann privat gespendet)
Hiermit konnten wir bis heute…
- … dank unserer Mitglieder in Aksum 2 Spendenrunden in den beiden Krankenhäusern (Referal-Hospital und im St. Mary – Hospital) durchführen.
Insgesamt erhielten 87 Babys mit massiver Mangelernährung und/oder zusätzlichen gesundheitlichen Problemen eine finanzielle Unterstützung - … uns an 4 Essen für die bis zu 570 bedürftige Menschen beteiligen
- … eine Spende an den Stadtteil Hawelti übergeben, um uns damit an eine Speisung für Bedürftige zu beteiligen























































