Diese Reise dauerte „nur“ vier Wochen.
Da wir ja nun einige Projekte abschließen konnten und wir wirklich wundervolle Menschen in Aksum haben, die alles in unserem Interesse voranbringen, könnte es etwas „entspannter“ werden – doch wie bei jeder Reise zeigte sich, dass diese Zeit dann doch wieder zu knapp war…
Woran wir während unserer Reise gearbeitet und was wir erlebt haben:

 

Elementary-School Endayesus:

Leider konnten die verbliebenen Spenden nicht, wie gewünscht, in den Ausbau des Stromnetzes fließen.
Hierfür verantwortlich waren immer wieder neue Vorgaben des Energieanbieters sowie steigende Preise.
Für uns stand von Beginn an fest, dass wir keine weiteren Spenden als Hawelti e.V. für dieses verwenden wollten.
Da eine „Teilinstallation“ nicht gewollt war und die Community die Restsumme nicht aufbringen konnte, gab es ein erneutes Treffen, um darüber zu beraten, wofür die verbleibenden Spenden verwendet werden sollen.

Man entschied sich gemeinsam dazu, dass ein PC angeschafft werden soll, damit Prüfungsaufgaben und Hausaufgaben geschrieben und dann gedruckt werden können. Bisher erfolgte das ausschließlich handschriftlich.
Mit dem verbleibenden Rest sollen dann zum neuen Schuljahr Hefte und Stifte gekauft werden. Die Eltern stimmten diesem Vorhaben zu.

Die aktuelle Herausforderung besteht darin, einen gebrauchten PC zu einem fairen Preis zu finden.  Sollte das nicht möglich sein, besteht die Überlegung, einen gebrauchten PC aus Deutschland mitzunehmen.

 

Elementary-School May Berazyo:

Auch, wenn ein Projekt abgeschlossen ist, besuchen wir es bei jeder unserer Reisen – so auch unseren Schulbau in May Berazyo.
Die gute Nachricht: die Schule steht noch und der Direktor ist sehr engagiert!!
Es gab weitere große Steine auf dem Grundstück; die wurden bereits zerkleinert und sollen bald zu einer Mauer um die Schule werden.
Was uns auch sehr gut gefallen hat: es wurden Bäumchen angepflanzt – die Schülerinnen und Schüler sind verantwortlich dafür.
So gibt es einen Plan, wann wer gießt – wir konnten uns davon überzeugen, dass es auch klappt!

Schade, dass es noch nicht mit dem Austausch kaputter Scheiben geklappt hat.
Allerdings berichtete man uns auch, dass man ohne Gelder der Regierung auskommen muss!!
Somit können wir es bedauerlich finden; aber ohne Geld vom Staat sind andere Dinge leider wichtiger.

 

Was uns gut gefiel, war die Motivation des Direktors – er will etwas bewegen und das macht Hoffnung.
Wir hatten eine Ersthelfer-Ausstattung dabei, die wir übergehen konnten – hoffentlich wird die nicht benötigt…
Mit dem Engagement ist diese Schule zumindest ein möglicher Partner für die Miniphänomenta.

 

Soforthilfe:

Die Situation hat sich leider nicht so sehr zum Positiven verändert. Die Armut ist weiterhin sehr präsent.
Was uns der „Hawelti-Axum“ (dieser Verein organisiert die Speisungen) berichtete war, dass es immer weniger Spenden gibt; meistens reicht es nur für zwei Mahlzeiten am Wochenende. Wir konnten während unserer Anwesenheit folgendes bewirken:

  • Übergabe einer Geldspende an den Stadtteil „Hawelti“, in dem eine weitere Speisung für Bedürftige vorgesehen ist
  • Beteiligung/Mitwirken an drei Speisungen für die bis zu 570 bedürftige Menschen in Aksum – inklusive Einkauf und Vorbereitung
  • Spende für 11 weitere Speisungen für diese bedürftigen Menschen
  • Zwei weitere „Spendenrunden“ im Referal-Hospital und dem St. Mary’s Hospital an insgesamt 87 Babys/Kinder, die massiv mangelernährt und teilweise auch krank waren

Weitere Informationen finden Sie direkt in unserem Projekt.

 

Frauenprojekt „Selam“:

Dieses Projekt zeigt uns ganz klar, was man auch als kleiner Verein alles bewirken kann!
Die Frauen werden mittelfristig auf unser Hilfe verzichten können.
Sie sind gut organisiert, können eigene Rechnungen bezahlen und haben weiterhin auch eigene Ideen, um weitere Einnahmen zu generieren.

Wir hatten aus Deutschland Kerzenformen und Dochte im Gepäck.
Kerzen spielen in Äthiopien eine große Rolle. Jedoch sind Teelichter eher selten. Diese können die Frauen nun künftig anbieten.

 

Eine echte Herausforderung, vor der die Frauen bereits im letzten Jahr standen:
Es gibt einen Käfer, der Holz „mag“; so verloren die Frauen bereits einige Bienenstöcke.
Mindestens ebenso ärgerlich: es sollten Bienenköniginnen gezüchtet werden; alle neun flüchteten aufgrund des Käfers; das führte zu einem enormen Verlust!
So war bereits länger eine „Bodenplatte“ aus Beton in Überlegung; diese haben wir nun beauftragt; dazu gab es noch ein schützendes Dach sowie einen Zaun gegen ungeliebte Honigräuber.

 

Nun gibt es noch die Überlegung, einen Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen – aktuell müssen die Frauen das Wasser über mehrere hundert Meter über unwegsames Gelände tragen.
Hier laufen Gespräche mit dem Wasseramt.

 

Natürlich freuen sich die Frauen auch weiterhin über jede Unterstützung; aber wir denken, dass wir dieses Projekt in absehbarer Zeit beenden können.
Somit können die 8 Frauen die eigene Existenz und die der Familie sicherstellen – solche Ergebnisse zu sehen, machen immer wieder mehr „Lust auf mehr“!!

 

UND wir haben auch neuen Honig aus der Ernte 2025 dabei – einfach lecker!!!
Sie möchten Mit Genuss Gutes Tun??
Dann kaufen Sie gerne ein Glas (oder mehrere); ein Teil der Einnahmen fließt zurück in das Projekt!

Weitere Informationen finden Sie direkt in unserem Projekt.

 

Miniphänomenta:

Wir hatten bereits darüber berichtet, dass wir die Idee eines Hawelti-Mobils nach wie vor sehr gut finden, die Menschen vor Ort jedoch aktuell mit anderen Problemen konfrontiert sind.
Darum gab es vor der Reise mehrere Gespräche mit der Miniphänomenta.

In Aksum sprachen wir zur Idee und einer möglichen Umsetzung mit Asefaw und weiteren Lehrenden. Asefaw ist dann mit seinem Verein unser Partner, der es vor Ort organisieren und umsetzen muss.
Die Idee wurde von allen Gesprächspartnern als sehr gut bewertet.

Mit diesem Ergebnis können wir nach unserer Reise „durchstarten“ – vorgesehen ist, mit der Miniphänomenta noch in 2026 zu starten.

Weitere Informationen finden Sie direkt in unserem Projekt.

 

Was haben wir noch erlebt…

  • Besuch der Hawelti-Schule und Megabit-18-Schule mit der Übergabe einer Ersthelferausstattung
  • Mitgliederversammlung mit unseren Mitgliedern in Aksum am 03.01.2025
  • Übergabe von mehreren Büchern „JESURAN“ in zwei Schulen, der Bibliothek und der Unibibliothek (dabei handelt es sich um ein Schulprojekt der „Nordkurve“ in Nürnberg, bei dem wir „Support-Partner“ waren für eine amharische Übersetzung)
  • Gespräche mit dem Schulamt über die Rückgabe von Materialien, die in der Hawelti-Schule aktuell keine Verwendung finden
  • Gespräche mit mehreren Stellen über Ideen weiterer existenzgründenden Projekte