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Die Stadt Nürnberg positioniert sich leider nicht zur Situation in Tigray

Vor einigen Wochen wurden wir vom Amt für Internationale Beziehungen (IB) in Nürnberg gebeten, über die Situation in Tigray zu berichten.
So spiegelten wir dem Amt persönlich bekannte und gesicherte Fakten. Wer uns kennt weiß, dass für uns ausschließlich die humanitäre Situation von Bedeutung ist und nicht die Politik oder Religion.
Das IB schrieb auch den Äthiopischen Kulturverein an und bekam eine Antwort.

Für uns wird mit dem Statement des Äthiopischen Kulturvereins das willkürliche Morden, Vergewaltigen und Plündern gerechtfertigt!
Außerdem spricht man von einer „Desinformationskampagne“ – in unserer Wahrnehmung unterstellt man auch uns und den Menschen aus Aksum damit indirekt zu lügen und Falschmeldungen zu verbreiten.

Zurecht bekamen wir eine Mail, dass man diese gegensätzlichen Aussagen nicht unkommentiert in einem Newsletter kommunizieren könne – diese Meinung teilen wir uneingeschränkt.
Für uns jedoch erschreckend ist, dass man sich als Stadt der Menschenrechte entschloss, die Verbrechen nicht zu verurteilen.

Leider stellt sich das IB nach 2018 erneut auf die Seite des Äthiopischen Kulturvereins Nürnberg.
Das ist aus unserer Sicht ein Schlag ins Gesicht der vielen Menschen mit Wurzeln aus Tigray, die in Nürnberg leben.