Elementary School in May Berazyo

 Elementary School in May Berazyo

Durch eine sehr großzügige Spende einer privaten Spenderin in Höhe von 80.000, - Euro im Dezember 2019 entschlossen wir uns, nach Äthiopien zu reisen und zu schauen, wo und wem wir mit einem Projekt helfen könnten.

Unsere erste Idee war, in Endayesus ein weiteres Gebäude zu bauen – hier erfuhren wir, dass man zwischenzeitlich einen weiteren Spender gewinnen konnte, der sich in Endasesus engagiert. So entschlossen wir uns, einer anderen Schule zu helfen.

Nach dem Besuch mehrerer Schulen wurden wir auf den Ort „May Berazyo“ aufmerksam gemacht und uns wurde berichtet, dass in dieser Schule 265 Kindern noch kein Schulgebäude zur Verfügung steht. So machten wir uns zusammen mit dem Leiter des zuständigen Schulamtes auf den Weg in diesen rund 15 km von Aksum entfernten Ort und besuchten die gleichnamige Grundschule.

Wir sahen zwei „Klassenräume“ aus Baumstämmen bzw. Zweigen; viel zu klein für so viele Schülerinnen und Schüler. Wir erfuhren, dass sich die Vorschulklasse und erste Klasse einen „Klassenraum“ teilen und die zweite und dritte Klasse einen weiteren. Der Unterricht findet dann im Wechsel in zwei Schichten vormittags und nachmittags statt. Die vierte Klasse befindet sich in einem Raum in einem sehr einfachen Gebäude. Trotzdem ist man auf dieses Gebäude sehr stolz, entstand es doch durch das Engagement der Eltern!

Was kann man noch zu dieser Schule sagen?
Es gibt eine Toilette und einen Brunnen; dieser Brunnen jedoch liefert nur wenig und noch dazu schmutziges Wasser.

Mit diesen Eindrücken entschlossen wir uns zu einem zweiten Besuch gemeinsam mit dem Schulamt, um mit den Eltern zu sprechen. Wir stellten uns und unseren Verein vor. Es war ein sehr gutes Gespräch und die Eltern zeigten sich sofort bereit, vieles zu tun, um Teil dieses Projektes zu werden.

Und so entschieden wir uns, dass May Berazyo unser neues Projekt wird. Eine Woche später besuchten wir die Schule für ein Gespräch mit dem Direktor und den Eltern erneut für letzte Abstimmungen und dann wurde ein Vorvertrag unterzeichnet. Anschließend ging es direkt weiter zum Schulamt und zur Bezirksverwaltung, um dort ebenfalls den Vorvertrag von den Ämtern unterzeichnen zu lassen.

Wir freuen uns sehr, dass nicht nur die Eltern ihre volle Unterstützung zusicherten, sondern auch das Schulamt und der Bezirk bringen sich sehr großzügig ein, durch finanzielle Unterstützung und Knowhow.

Ein Constructor (er realisiert den Bau und alles drum herum) war schnell gefunden – erste Arbeiten starteten noch während unserer Anwesenheit in Aksum.

Wir denken, es ist ein sehr sinnvolles Projekt für Menschen, die aufgrund der regionalen Lage nur wenig Unterstützung erhalten. Und die Kinder dieser Schule erhalten durch den Bau eines Gebäudes weitaus bessere Lernmöglichkeiten.

Übrigens wird auch dieser Schulbau mit 5 Klassenräumen und einem kleinen Büro ein doppeltes Dach erhalten, welches dann für ein besseres Klima in den Räumen sorgen wird. Und auch eine Freifläche, wie in Endayesus, wird es geben.


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